ZIELE, KOSTEN und LINKS

Ziele der Psychotherapie:

Psychotherapie ist eine praktisch-wissenschaftliche Tätigkeit, die in der konkreten Beziehung zwischen KlientIn bzw. PatientIn und Psychotherapeuten versucht, psychische (seelische) und psychosomatische Probleme zu heilen oder zu lindern. Sie hilft, innere sowie zwischenmenschliche Konflikte zu bewältigen und verhilft dem Menschen zur Entfaltung seines Potentials und einer angstfreien Existenz. Psychotherapie ist eine medikamentenfreie Behandlung, zumeist vorwiegend im Gespräch. Die Ausbildung erfolgt in gesetzlich dazu befugten Vereinen und dauert zumeist ca. 6 Jahre (Propädeutikum, Fachspezifikum).

Zum Therapieablauf:

Es wird mit den Mitteln und Methoden der systemischen Therapie an Ihren Ressourcen und Lösungsmöglichkeiten gearbeitet. So besteht in Korneuburg die Möglichkeit, der Arbeit mit einem Einwegspiegel - dh. der/die Co-TherpeutIn sitzt in einem anderen Raum und wird dann zur Beratung konsultiert, bzw. bei schwierigen Paar- oder Familiengesprächen können Familienmitglieder hinter dem Spiegel das Gespräch verfolgen (natürlich nur wenn alle damit einverstanden sind). Dadurch wird eine andere Ebene der Beobachtung eingeführt.

Kernpunkte des systemischen Ansatzes sind folgende Annahmen: Obwohl Sie unter einer Not leiden, sind dennoch Ressourcen und Stärken in Ihnen vorhanden. Diese sind zu finden und für Sie zu nutzen. Gemeinsam werden wir für Sie passende Lösungen erarbeiten.

Obwohl Sie vielleicht im Moment nicht weiter wissen, sind Sie dennoch ExpertIn für Ihre Lebensmöglichkeiten. So gilt es, Ihre Kompetenz zu entfalten und zu festigen. Dadurch wird Ihr Gefühl der Hilflosigkeit schwinden. Veränderungen finden nicht hauptsächlich in den Sitzungen, sondern in der Zeit dazwischen statt.

So sind die Wechselwirkungen des Einzelnen in größeren Zusammenhängen (z.B. Beziehung, Familie, Beruf etc.) wichtig. Daher sind in der systemisch orientierten Therapie alle Personen von Belang, die in Ihrem Leben für Sie von Wichtigkeit sind. Diese "involvierten" Personen müssen jedoch nicht unbedingt selbst in den Therapiesitzungen anwesend sein. Im therapeutischen Gespräch wird versucht, Sichtweisen und Handlungsspielräume zu erweitern.

Mehr über systemische Therapie (Quelle ÖAS):

Systemische Therapie versteht sich als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, und ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Ansätzen und Modellen, die sich aus der Paar- und Familientherapien heraus entwickelt haben. Neben der zunächst analytisch orientierten Familientherapie und später der entwicklungsorientierten Richtung (Virginia Satir) traten die auf die Forschergruppe um Gregory Bateson zurückgehenden systemischen Schulen in den Vordergrund.

Mit dem Begriff "systemisch" weist die Familientherapie über den Bezugsrahmen Familie hinaus und stellt Zusammenhänge zur allgemeinen Systemtheorie her. Als Weiterentwicklung der Familientherapie stellt sie auch die einzeltherapeutische Arbeit in einen interaktionellen Kontext. In die theoretische Diskussion sind in den letzten zwei Jahrzehnten Modelle aus der Biologie, Soziologie, Biokybernetik, Kommunikations- und Erkenntnistheorie eingeflossen."Systemisches Denken" umfasst heterogene Denkansätze aus verschiedenen Disziplinen, deren Gemeinsamkeit der nichtreduktionistische Umgang mit Komplexität ist, wie Allgemeine Systemtheorie, Autopoiesetheorie, Kybernetik (2.Ordnung), Synergetik, Kommunikationstheorie, Konstruktivismus, sozialer Konstruktionismus, Theorie der Selbstreferentialität, der Selbstorganisation und dynamischer Systeme, Chaostheorie usw. Konzepte wie Zirkularität, Autonomie und Selbstorganisation von Systemen fordern zu einem Umdenken heraus.

So steht der Annahme linearer Kausalität mit ihrer Forschung nach Ursachen in der systemischen Betrachtungsweise das Konzept der Zirkularität gegenüber. Danach kann in komplexen Prozessen keine Unterscheidung zwischen "Ursache" und "Wirkung" getroffen werden. Die Frage nach dem "Wie" wird wichtiger als nach dem "Warum" von Verhaltensweisen. Veranschaulichung und Veränderung von Kommunikationsstrukturen sind ein wesentliches Ziel systemorientierter Psychotherapie. Systemische Familientherapie ist vom Bundesministerium für Gesundheit als wissenschaftliche Behandlungsmethode anerkannt.

KOSTEN

Meine Behandlung (systemische Kurztherapie, narrative Therapie) erstreckt sich auf eine Sitzungsanzahl von ca. 20 Stunden. Diese Zeit kann jedoch, falls notwendig, etwas verlängert, bei Auflösung und positiver Veränderung der Probleme - selbstverständlich auch verkürzt werden - in Absprache mit den KlientInnen.

Ein Kennenlerngespräch (ca. 20 min) wird kostenlos angeboten.

Einzeltherapie - 50min - € 80,– Rückvergütung durch die Krankenkassen bei Diagnoseerstellung € 21,80 pro Stunde. Nur wenige Krankenkassenplätze mit Vollfinanzierung stehen zur Verfügung - Wartezeit 3 Monate.

Paartherapie/Familientherapie - Dauer 75min - € 125,– Krankenkassenteilvergütung bei Diagnosenerstsellung ebenfalls möglich.

Paartherapie mit Co-Therapeutin - Dauer - 100 min bis 120 min - € 200,-- bis 260,--– (nur privat möglich).

Da sich Paargespräche mit Therapeut und Therapeutin (z.B. im Rahmen meiner Arbeit im Institut für Ehe- und Familientherapie) als sehr hilfreich herausgestellt haben, biete ich in meiner Privatpraxis solche Gespräche (zumeist mit Ehefrau und Therapeutin Brigitte Gratz) ebenfalls an. Dadurch verkürzt sich die Behandlungsdauer, erweitern sich Sichtweisen und Lösungsperspektiven - dies reduziert wiederrum Ihre Kosten.

Supervision: Kosten nach Vereinbarung. Laut Honorarordnung des Bundesverbandes für Psychotherapie: 50 min: € 80,– bis € 220,– für die Einzelstunde. Team- und Gruppensupervision:90 min: € 160,– bis 440,– beide Sätze ohne MWSt.

Coaching: nach Vereinbarung (Honorarordnung wie Supervision).

Mediationsgespräche: für Paare, die über Modalitäten, Vereinbarungen etc. im Trennungsfall reden wollen - zwischen € 80 und €160 für 50 min. Rechtliches muß zuvor bereits geklärt sein.

Bereits vereinbarte Termine können bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie z.B. Krankheit, bis 2 Tage vorher abgesagt werden, ohne dass dafür etwas verrechnet wird. Wird nicht oder knapper abgesagt, ist das Honorar für die versäumte Stunde zu entrichten. Bei Zu-spätkommen ist in der Regel keine Verlängerung der Sitzungszeit möglich.

Wartezeiten: Da Sie ein Recht auf regel mässige therapeutische Gespräche haben, ist es wichtig, Zeit zu reservieren. Daher kann es bei der Anmeldung auch zu Wartezeiten kommen.

Verpflichtungen des Therapeuten: Näheres entnehmen Sie bitte auch den Informationen des österr. Bundesverbandes
für Psychotherapie (http://www.psychotherapie.at).
Ein Suchprogramm nach TherapeutInnen finden Sie auf http://www.psyonline.at

Der Psychotherapeut hat die Schweigepflicht einzuhalten, die PatientInnen über Art, Umfang, Sinnhaftigkeit und Kosten der Therapie zu informieren. Er hat mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten, wenn dies erforderlich ist und die PatientInnen dazu die ausdrückliche Genehmigung geben.