+ Brigitte Gratz +

ARBEITSWEISE UND THERAPEUTISCHES ANGEBOT

Meine Arbeitsweise ist einerseits durch meine Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin (lösungsorientierte Kurztherapie und narrative Therapie) und andererseits durch die eigene Erfahrung verschiedener anderer Elemente, wie z.B. die körperorientierte Therapie oder Gestalttherapie, geprägt.

Ich betrachte Psychotherapie als eine Art gemeinsame Reise von Therapeutin und KlientIn, wobei es meine Aufgabe ist den nötigen Raum von Vertrauen und Sicherheit zur Verfügung zu stellen, der das prozesshafte Geschehen ermöglicht und aufrecht erhält.

Manchmal ist es wichtig und spannend jenen Geschichten und Erfahrungen auf den Grund zu gehen, die das aktuelle Verhalten bestimmen. Schmerzhafte Erfahrungen können so in das Leben integriert werden. Es kann aber genauso hilfreich sein weniger Augenmerk auf die Vergangenheit zu richten und die Lösungen in den Mittelpunkt zu rücken, wie es die lösungsorientierte Kurztherapie vorsieht. Sie geht davon aus, dass der/die KlientIn über die entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen verfügt und "Experten und Expertinnen ihrer selbst" sind.

In der systemischen Therapie wird der einzelne Mensch und sein Anliegen nicht isoliert betrachtet, sondern als Mittelpunkt bzw. Resultat seines sozialen Beziehungsgeflechtes (z.B. Herkunftsfamilie, Partnerschaft, Freundeskreis, Berufsfeld, Nachbarschaft...). Es geht es um das transparent machen dieser Beziehungsmuster, vor allem jener, die sich als hinderlich präsentieren. Der therapeutische Fokus wird auf den Gewinn neuer Sichtweisen und die Erweiterung von Handlungsspielräumen gerichtet.

Die therapeutische Haltung ist gekennzeichnet von Respekt vor der Autonomie der KlientInnen, Neutralität, Nutzen vorhandener Ressourcen und Kompetenzen und der Wertschätzung bisheriger Lebensstrategien. Ich arbeite mit Einzelpersonen, Paaren und Familien. Neben der Kinder- und Jugendlichentherapie biete ich auch therapeutische Gruppen (nach dem Konzept "kids skills - ich schaff´s" des finnische Kinderpsychiaters Ben Furman) für Kinder an. Eine spezielle Form des Settings ist die Co-Therapie (für Paare und Familien), die ich gemeinsam mit meinem Ehemann Robert Koch gestalte. Wir arbeiten als Paar mit dem Paar (der Familie). So ist es möglich, sowohl die weibliche, als auch die männliche Position gleichermaßen zu vertreten und Beachtung schenken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich bei dieser speziellen Form der Kooperation der therapeutische Prozess beschleunigen lässt.

Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen und psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Sie ist hilfreich bei verschiedensten Problembereichen, wie z.B.:

  • Psychosomatik (körperlichen Leidenszustände ohne medizinischen Befund)
  • Psychischen Leidenszustände (Angst- und Panikattacken, Zwangsstörungen, Depression)
  • Essstörungen (Adipositas, Bulimie, Magersucht)
  • Arbeit und Beruf (Arbeitslosigkeit, Burnout, Mobbing, ...)
  • Schule (Schulprobleme, Schulverweigerung, Schulangst, ...)
  • Unerfüllter Kinderwunsch, ungeplante Schwangerschaft
  • Sexualität
  • Kontaktarmut
  • Körperliche/seelische Gewalterfahrung
  • Familiäre Krisen (Familienneugestaltung, Erkrankung, ...)
  • Verhaltensauffälligkeiten und Erziehungsprobleme (ADHS, Einnässen, Einkoten, ...)
  • Lebensübergänge (Geburt eines Kindes, Ablösung der Kinder, Pensionierung, ...)
  • Partnerschaft (Finden einer besseren Streitkultur, Untreue, Trennung ...)
  • Tod (Begleitung des Trauerprozesses)
  • Selbsterfahrung, Sinnkrisen und Selbstverwirklichung (Ausschöpfen der eigenen Entwicklungspotentiale)